Freistaat verschiebt Vollstreckung hunderter Freiheitsstrafen

Bis Mitte Februar ist in Sachsen die Vollstreckung von 440 Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren coronabedingt verschoben worden. Verurteilte wegen Gewalttaten, Sexualstraftaten oder Rauschgiftkriminalität waren davon aber ausgenommen, teilte das Justizministerium mit. Zudem seien 5.254 Ersatzfreiheitsstrafen noch unerledigt oder unterbrochen. Das bezieht sich auf Geldstrafen, die Verurteilte nicht bezahlen können.

Die Strafaufschübe entlasten die zehn Justizvollzugsanstalten, urteilte das Ministerium. Die Belegung ist insgesamt von rund 3.400 auf 2.850 Inhaftierte zurückgegangen. Die Gefängnisse seien statt zu 87 Prozent derzeit zu 76 Prozent ausgelastet. Am 1. April saßen insgesamt 2.829 Menschen hinter Gittern in sächsischen Strafanstalten.

Quelle: MDR

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